Projektbeschreibung | Das Verbundvorhaben ISAC -"Integration von Umweltschutz in strategisches Handeln und Ansätze für ein erweitertes Controlling" lief unter der Federführung des ifeu-Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH. Desweiteren beteiligten sich mehrere namhafte Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft: Arbeitsbereich "Angewandte und sozialorientierte Informatik", Universität Hamburg Lehrstuhl für Unternehmenstheorie, RWTH Aachen Institut für Angewandte Forschung (IAF), Fachhochschule Pforzheim Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT), Universität Stuttgart sowie die Unternehmen ifu Institut für Umweltinformatik Hamburg GmbH M+W Zander Facility Engineering Otto Versand GmbH & Co. Aventis Pharma Deutschland GmbH DaimlerChrysler AG
Aufgabe der Vorphase war es, den Forschungsbedarf in einem wichtigen Themenbereich des betrieblichen Umweltschutzes - dem strategisch ausgerichteten Controlling und der Informationsversorgung - festzustellen. In der Hauptphase wurden Konzeptionen skizziert und Umsetzungsprojekte geplant. Dazu wurde auch der Austausch mit der Öffentlichkeit gesucht: Der Projektansatz wurde an zwei öffentlichen Workshops vorgestellt und mit Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutiert.
Zielsetzung des ISAC-Gesamtprojekts ist es, den unternehmerischen Umweltschutz durch eine Integration in das strategische Handeln zu stärken. Ein effektives und effizientes Verfolgen ökologischer Ziele setzt deren Einbindung in die Unternehmensstrategie voraus, denn schließlich eröffnen strategische Entscheidungen einen ungleich größeren Handlungsspielraum als operative Entscheidungen. In der unternehmerischen Praxis klafft hier jedoch eine in der Fachwelt bereits oft bemängelte "strategische Lücke". Ein Schwerpunkt des ISAC-Vorhabens ist die eingehende theoretische Beschäftigung mit dieser Problematik. Wie kommt die strategische Lücke im Umweltmanagement zustande? Welche unterschiedlichen Prioritäten werden dem Umweltschutz in unternehmerischen Zielsystemen eingeräumt? Welche Spielräume für ökologisches Handeln gibt es im Unternehmen? Darauf aufbauend werden Ansatzpunkte für eine optimale Integration des Umweltschutzes gesucht. Schließlich sollen Konzepte abgeleitet und entscheidungs-unterstützende Instrumente entwickelt oder ausgesucht werden, mit denen die Integration in der Unternehmenspraxis gefördert werden kann. Als Schlüsselfunktion wurde dabei das Controlling in seiner rationalitätssichernden Funktion identifiziert. Die Entwicklung eines Konzepts für ein strategisches (Öko-) Controlling ist daher der Dreh- und Angelpunkt der Hauptphase von ISAC. Um der Komplexität und Interdisziplinarität dieser Thematik gerecht zu werden, wurde sich dem Thema aus drei Richtungen angenähert: Dem strategischen Management, dem strategischen Controlling und der Informationsversorgung. Die theoretische Forschung bildet die -Säulen - des Forschungsverbundes, praktische Teilprojekte mit namhaften Firmen wie z.B. DaimlerChrysler, Aventis, Otto Versand und M+W Zander bilden die Querverbindungen dieser Säulen. Die Teilprojekte wurden bewusst so ausgewählt, dass sie unterschiedliche Kategorien des Themas und unterschiedliche Ausgangssituationen optimal abdecken. Die Forschung kann so von Anfang an Praxisbezüge herstellen und die Ergebnisse (entwickelte Konzepte, Methoden und Instrumente) in den Unternehmen direkt einer ersten praktischen Erprobung unterziehen. Umgekehrt erhalten die Unternehmen die Möglichkeit, an innovativen Forschungsergebnissen teilzuhaben und theoretisch fundiert ihren Problemen bei der Integration der Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie begegnen zu können. |
Veröffentlichungen | • Dyckhoff, H. / Ahn, H. / Schwegler, R. (2003): "Rollenkonflikte zwischen Umweltmanagern und Controllern: Fallbeispiele, Ursachenanalyse und Ansatzpunkte zur Konfliktauflösung", in: Schmidt, M.; Schwegler, R. (Hrsg.): Umweltschutz und strategisches Handeln: Ansätze zur Integration in das betriebliche Management, Wiesbaden, S. 253-267 • Schmidt, M. / Schwegler, R. (2003): "Einführung in das ISAC-Vorhaben" in: Schmidt, M.; Schwegler, R. (Hrsg.): Umweltschutz und strategisches Handeln: Ansätze zur Integration in das betriebliche Management, Wiesbaden, S. 1-21, • Schwegler, R. (2003): "Lücken schließen im Umweltmanagement -Theoretischer Bezugsrahmen für ein rationales Management-Handeln auf Basis der St. Galler Management-Lehre" in: Institut für Angewandte Forschung der Hochschule Pforzheim (Hrsg.): Pforzheimer Forschungsberichte Nr. 1 • Schwegler, R. / Schmidt, M. (2003): "Rationales Umweltmanagement: Schließung der Lücken im Umweltmanagement - ein managementorientierter Bezugsrahmen", in: UmweltWirtschaftsForum, 11. Jahrgang, Heft 2, S. 4-11 • Schwegler, R. / Schmidt, M. (2003): "Lücken im Umweltmanagement: Forschungsansatz für ein rationales Umweltmanagement auf Basis der St. Galler Management-Lehre", in: Schmidt, M.; Schwegler, R. (Hrsg.): Umweltschutz und strategisches Handeln: Ansätze zur Integration in das betriebliche Management, Wiesbaden, S. 25-90 • Schwegler, R. / König, M. (2003): "Nachhaltige Unternehmensstrukturen am Beispiel Otto", in: Schmidt, M.; Schwegler, R. (Hrsg.): Umweltschutz und strategisches Handeln: Ansätze zur Integration in das betriebliche Management, Wiesbaden, S. 285-313 |
Vorträge | • Schwegler, R. (2003): "Lücken im Umweltmanagement: Theoretischer Bezugsrahmen für ein rationales Umweltmanagement auf Basis der St. Galler Management-Lehre", auf der Jahrestagung des DNWE (Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik) in Seeheim-Jugenheim, 5.4.2003 • Schwegler, R. (2003): "Kritik und Verbesserung der St. Galler Management-Modelle im Hinblick auf die Schließung von Lücken im Umweltmanagement (empirisch gestützt durch Fallstudien)", DNW-Doktoranden-Seminar des Doktoranden-Netzwerk nachhaltiges Wirtschaften e.V. (dnw) vom 26.-28.9.2003 in Berlin |