Abgeschlossene Projekte
Netzwerk Lebenszyklusdaten
Das Netzwerk Lebenszyklusdaten ist die deutsche Informations- und Kooperationsplattform für alle wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Akteure im Bereich Lebenszyklusuntersuchungen.
Das IAF kooridiniert den Arbeitskreis betriebsbezogene Stoffströme und ist Mitglied im Arbeitskreis Methodik. mehr...
MaRess
Materialeffizienz und Ressourcenschonung - Untersuchung von Stoffströmen, Branchen, Bedürfnisfeldern sowie Entwicklung von Strategien und Instrumenten
Das Institut für Angewandte Forschung der Hochschule Pforzheim gehört zu den Kooperationspartnern des vom BMU und UBA beauftragten und vom Wuppertal-Institut geleiteten Forschungsprojekts "Materialeffizienz und Ressourcenschonung" (MaRess), an dem insgesamt 31 Partner beteiligt sind.
Den Ausgangspunkt dieses Projektes bildet der Umstand der zunehmenden Umweltbelastungen durch Ressourcenentnahme und -nutzung, womit nicht nur ökologische Probleme sondern ebenso soziale (z.B. Versorgungsunsicherheiten, Rohstoffkonflikte) und ökonomische (v.a. stark fluktuierende Rohstoffpreise) Folgewirkungen in Verbindung zu bringen sind. Die Brisanz des Themas einer effizienten Ressourcennutzung wird vor diesem Hintergrund besonders deutlich.
Zu vier Kernfragen in Bezug auf die Steigerung der Materialeffizienz und die Ressourcenschonung sollen im Forschungsprojekt Antworten erarbeitet werden:
- Erstens gilt es, die Potenziale der Ressourceneffizienzsteigerung zu ermitteln.
- Zweitens sind Ansätze für zielgruppenspezifische Ressourceneffizienzpolitiken zu entwickeln.
- Drittens werden Ergebnisse hinsichtlich der Wirkungsanalyse auf gesamt- und betriebswirtschaftlicher Ebene erwartet.
- Der vierte Baustein ist die wissenschaftliche Begleitung der konkreten Umsetzung und des Agenda Setting sowie die Verbreitung der Ergebnisse.
Vom IAF wird der Arbeitsschwerkunkt 4.1 "Analyse der Ressourcenpolitikoptionen im Bereich der unternehmensnahen Instrumente" bearbeitet.
REFFIM
Ressourceneffizienzmarketing für KMU
Ressourceneffizienz ist in aller Munde - und trotz hoher Effizienzpotenziale und den damit verbundenen Kosteneinsparungen noch lange kein Selbstläufer in der deutschen Unternehmenslandschaft. REFFIM zielt daher auf die Komponente der öffentlichen Kommunikation. Das Projekt untersucht, wie Maßnahmen ausgerichtet sein müssen, um von Unternehmen (besonders KMU) und dort von den entsprechenden Zielgruppen (vor allem Führungskräfte) wahrgenommen zu werden. Daraus soll ein "Effizienzmarketing"-Konzept entwickelt werden, welches neue Ansätze aus dem sog. Business Campaigning aufgreift. Des Weiteren werden geeignete Hilfsmittel und Informationsangebote entwickelt und bereit gestellt. mehr...
CO2-Projekt
Technologien und Konzepte zur Minderung von Treibhausgasemissionen bei der Herstellung von Halbleiter-Bauelementen und Solarzellen
Dieses Projekt beschäftigt sich mit neuen Technologien und Konzepten in der Halbleiter- und Solarzellenindustrie, die die Reduktion von Treibhausgasemissionen vorantreiben und energieeffiziente und effektive Lösungen für diese Branche darstellen. Im Vordergrund stehen die Evaluation neuer Abgasbehandlungstechnologien in der Halbleiter- und Solarzellenproduktion und der Optimierung von Fabrikgesamtstrategien zur Verminderung von Treibhausgasemissionen.
Der Schwerpunkt des IAF liegt in der Erarbeitung von Reduktionspotenzialen der Treibhausgase anhand verschiedener Szenarien der technischen Anlagengestaltung und der Evaluation des typischen Gesamtpotenzials für die CO2-Reduktion mit energiesparenden Maßnahmen im Bereich Lüftung/Klima, Bulkgase-, Reinstwassererzeugung und standortweite Energieintegration. Als Ergebnis soll ein Werkzeug zur Entscheidungsfindung im Fabrikplanungsprozess von Halbleiter- und Solarzellenanlagen entstehen, das auch den Anforderungen der Industrie nach einer effektiven und kostengünstigen Methode zur Bewertung der Umweltauswirkungen genügen. mehr...
KOMSA
Kombination von Optimierungsmethoden und Stoffstromanalyse zur Verbesserung des betrieblichen Materialeinsatzes
Das Projekt dient der innovativen Verknüpfung von IT-Ansätzen zur betrieblichen und überbetrieblichen Stoffstromanalyse mit Methoden der Optimierung aus der BWL/Wirtschaftsinformatik. Das Ziel ist dabei die Produktivitätssteigerung in produzierenden Systemen durch Identifikation von Ineffizienzen beim Material- und Energieeinsatz und durch gleichzeitiges Aufzeigen von Optimierungsstrategien. Beide Ansätze (Stoffstromanalyse, Optimierung) sind auf der instrumentellen Software-Ebene bislang höchstens getrennt verfolgt worden, was zu einem geringen Einsatz insbesondere bei KMU geführt hat. Wenn die Ineffizienzen jedoch nicht nur ermittelt werden, sondern auch festgestellt wird, wie Throughput-Parameter der Produktion gewählt werden können, um ein lokales oder globales – ökonomisches oder ökologisches – Optimum zu erreichen, so steigert man damit die Relevanz dieser „stoffstrombasierten Optimalplanung“ für betriebliche Entscheidungsprozesse. Offene Forschungsfragen sind dabei, wie fortgeschrittene Algorithmen der „globalen Optimierung“ mit den Ansätzen der Stoffstrommodellierung so verknüpft werden können, dass sie quasi universell auf Produktionssysteme angewendet werden können. mehr...
EINBLIK
Kumulative Emissionsintensitäten zur Bewertung der Klimaschutz-Performance längs Lieferketten
In diesem Forschungsprojekt soll eine Kennzahl entwickelt und zur Praxisreife gebracht werden, die die Intensitäten von Treibhausgasemissionen über alle Firmen entlang einer Lieferkette summiert. Die im Projekt eingesetzte Kennzahl erfasst in Abgrenzung zur Methode des Life Cycle Assessments nicht nur die Klimawirksamkeit von Produkten. EINBLIK hat vielmehr zum Ziel die Klimawirksamkeit eines ganzen Unternehmens bzw. verschiedener Unternehmensstandorte in einer Kennzahl darzustellen. Diese Kennzahl dient als Indikator der eigenen Klimaschutz-Performance. In den Indikator fließen die Kennzahlen der Zuliefer- und Entsorgungsbetriebe mit ein, so dass kumulative Emissionsintensitäten gebildet werden. Im Vergleich mit herkömmlichen Konzepten zur Messung der Klimaschutz-Performance wird bei der Berechnung der kumulierten Emissionsintensitäten ein anderer Ansatz verwendet. mehr...
ELVIES
Effiziente Logistik und Verwertung durch den integrierten Einsatz von Smartlabels im Elektronikschrott
Die Kreislaufwirtschaft gilt als ideale Vorgehensweise für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Für den Bereich der elektrisch betriebenen Geräte verpflichtet das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) die Hersteller dazu, ein Sammel- und Verwertungssystem für ihre Altgeräte zu etablieren, dessen Kosten sie zu tragen haben. Das Zusammenfürhen, das Sortieren und die Schadstoff-Entfrachtung der Altgeräte sowie die Verwertung von Komponenten und Stoffen erfordern ein umfangreiches Informationssystem, in dem wichtige Daten entlang des Produkt-Lebensweges zuverlässig weitergereicht werden können. Durch den Einsatz "intelligenter" Technologien lassen sich die Kosten eines solchen Kreislaufwirtschaftssystems deutlich veringern. Das Projekt untersucht die Anforderungen, die ein Informationssystem erfüllen müsste, das diese Ansprüche erfüllen kann. mehr...
LeMoPs
Lebenszyklus-Modellierung mit dezentralen Partialsystemen
Die Ökobilanzierung von Produkten stützt sich auf internationaler Ebene auf die Betrachtung von Totalmodellen. In Deutschland hingegen werden bevorzugt branchen- und sektorbezogene Partialmodelle eingesetzt. In diesem Projekt soll geklärt werden, welche methodischen Zusammenhänge zwischen diesen beiden Ansätzen bestehen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Identifizierung von Ungenauigkeiten, die bei der Verwendung von Partialmodellen entstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Partialmodelle als Blockmatrizen abgebildet und verschiedene Näherungsverfahren angewendet. Die Ergebnisse fließen in die Arbeiten des Netzwerk Lebenszyklus ein und werden somit direkt in der deutschen Ökobilanzierungspraxis umgesetzt. mehr…
EFAS
Erfolgsfaktoren für betriebliches Energie- und Stoffstrommanagement
Energie- und Stoffstrommanagement führt in produzierenden Unternehmen zur Aufdeckung zum Teil beträchtlicher Kosteneinsparungspotentiale, die mit ökologisch gewünschten Ressourceneinsparungen einhergehen. Ziel von EFAS ist es, die Erfolgsfaktoren (bzw. Hemmnisse) für Energie- und Stoffstrommanagement-Projekte zu identifizieren, die Unternehmen danach zu kategorisieren und spezifische Handlungsanleitungen für einen erfolgreichen Methoden- und Instrumenteneinsatz zu entwickeln. mehr...
Stoffstrombezogene Leistungsverrechnung für ein nachhaltiges Unternehmenscontrolling
Die Stoffstromanalyse ist ein Instrument zur systematischen Erfassung und Bewertung der inner- und überbetrieblichen Stoffströme. Ziel des Projektes ist es, Ansätze und Möglichkeiten aufzuzeigen, mit denen die Stoffstromanalyse in den Methodenpool des Controllings integriert werden kann bzw. wo die Stoffstromanalyse Informationslücken schließen kann. mehr...
WEMUK
Wertschöpfungsbasierte Erfolgsmessung unternehmensbezogener Klimaschutz-Aktivitäten
Am Beispiel treibhausrelevanter Emissionen wurde eine Methode entwickelt, die eine Erfolgsmessung betrieblicher Umweltschutzaktivitäten und damit auch einen Vergleich über zeitliche, standortbezogene oder organisatorische Grenzen hinweg zulässt. mehr...
ISAC

Integration der Stoffstromanalyse in ein erweitertes Umweltcontrolling-Konzept
Zielsetzung des ISAC-Gesamtprojekts ist es, den unternehmerischen Umweltschutz durch eine Integration in das strategische Handeln zu stärken, wo bisher in der unternehmerischen Praxis noch eine "strategische Lücke" besteht.
Das ISAC-Vorhaben beschäftigt sich somit mit Fragen wie: "Wie kommt die strategische Lücke im Umweltmanagement zustande? Welche unterschiedlichen Prioritäten werden dem Umweltschutz in unternehmerischen Zielsystemen eingeräumt? Welche Spielräume für ökologisches Handeln gibt es im Unternehmen?" Darauf aufbauend werden Ansatzpunkte für eine optimale Integration des Umweltschutzes in der Unternehmenspraxis gesucht, Konzepte abgeleitet und entscheidungsunterstützende Instrumente entwickelt oder ausgesucht. Die Entwicklung eines Konzepts für ein strategisches (Öko-) Controlling ist Dreh- und Angelpunkt der des ISAC-Vorhabens. mehr...
Daimler Chrysler AG - Stoff- und Energiestromanalyse
Aufbauend auf Vorarbeiten in den Vorjahren wurden in Zusammenarbeit mit DaimlerChrysler Ansätze zur Bewertung betrieblicher Umweltleistungen auf der Basis klimarelevanter Emissionen entwickelt. Dabei standen methodische Arbeiten zur Einbindung relevanter Vorketten und die Frage der Verrechnung von Halbfertigprodukten im Vordergrund. mehr...
Ökologische Stoffstromanalysen in produzierenden Unternehmen
Mit dem Vorhaben werden verfügbare wissenschaftliche Methoden im Bereich der ökologischen Stoffstromanalyse auf konkrete Fälle in produzierenden Unternehmen adaptiert. Das Mittel hierzu ist die Entwicklung von Musterlösungen, die auf immer wiederkehrende Problemstellungen im Unternehmen anwendbar sind. Das können z.B. Fragestellungen des innerbetrieblichen Recyclings, der Zurechnung von Umwelteinwirkungen bei Kuppelproduktionen oder die Berücksichtigung von vorgelagerten Prozessstufen außerhalb des eigenen Betriebsstandortes sein. Es wird hierzu eine Art "Modellbaukasten" entwickelt, der modular archetypische Situationen von Stoffstromsystemen abbildet. mehr...
Konzeption für die betriebliche Umweltberichterstattung der Deutschen Post AG
Für den weltweiten Konzern Deutsche Post World Net wurde eine Konzeption entwickelt, wie eine Umweltberichterstattung für ein Logistikunternehmen erfolgen kann. Die Problematik lag dabei in der Erfassung und Zurechnung von Umweltwirkungen durch logistische Tätigkeiten zwischen Besteller und Dienstleister, in nationalen Bilanzabgrenzungen u.v.m. Außerdem stellte sich die Frage nach möglichen Ansätzen für ein ökoeffizientes Umweltmanagement in der Transportbranche. mehr...

